Geschichte

1969 entdeckt der damals 21jährige Jürg Zbinen das verlassene Dorf Terra Vecchia, in das er sich sprichwörtlich verliebt und sich zum Kauf entscheidet. Damit beginnt der Traum vom Wiederaufbau und dem Leben in einer Gemeinschaft.

Unweit davon, auf der anderen Seite des kleinen Tals, sind die Ansässigen dabei, das Dorf Bordei zu verlassen. Der junge Jürg erwirbt auch hier einige Wohnungen und leitet von dort aus die Arbeiten für den Wiederaufbau.

1973 entsteht die Fondazione Terra Vecchia mit dem doppelten Ziel, die beiden Dörfer zu retten und gleichzeitig mit anderen Menschen zusammenzuleben und Jugendlichen mit sozialen Anpassungsproblemen eine wertvolle Hilfe zu bieten.

Unter der Hilfe von Freiwilligen, Studierenden, Handwerkern, Technikern, Erziehern und Jugendlichen, die dort eine psychosoziale Betreuung in Anspruch nehmen, beginnt die wichtige Arbeit des Wiederaufbaus. Bordei und Terra Vecchia werden nach herkömmlichen Kriterien restauriert unter Berücksichtigung der ursprünglichen Benutzungsfunktionen der Wohnungen, der Materialien und Strukturen.

Im Jahr 2004 wird das Ziel der Bewahrung des Landes und der Gebäude von der ersten Stiftung getrennt und in die neue Fondazione Terra Vecchia Villaggio integriert. Beide Stiftungen setzen jedoch ihre Zusammenarbeit im Bereich des Wiederaufbaus und der therapeutisch rehabilitierenden Aktivitiäten fort.

2016 verlässt die therapeutische Gemeinschaft der Fondazione Terra Vecchia das Tessin und kehrt an ihren Berner Sitz zurück. Die Fondazione Terra Vecchia Villaggio setzt ihre Arbeit für den Erhalt des Kulturgutes vor Ort allein fort und eröffnet damit ein neues Kapitel seiner Geschichte.